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Zwei atemberaubende Naturwunder auf einen Schlag - direkt nebeneinander liegen diese beiden grandiosen, bizarren Erosionslandschaften, nur von der Provinzgrenze zwischen San Juan und La Rioja getrennt. Das Valle de la Luna (Mondtal), vergleichbar mit den US-Nationalparks Zion oder Bryce Canyon, wenn auch mit mehr Fossilien bestückt, liegt ca. 320 km nördlich von San Juan. Wer den Ausflug hierhin selber plant, sollte im nahen San Agustín de Valle Fértil übernachten. Zwar kann man diesen abgeschiedenen, kleinen Ort auch per Bus erreichen, doch hat man hier mit dem Auto viel bessere Möglichkeiten, die Parks zu besichtigen (Vorsicht! Längere Fahrt durch die Wüste.)
Auch nach dem Namen eines Indianerhäuptlings Ischigualasto genannt, umfasst das Valle de la Luna zusammen mit Talampaya ein etwa 6000 qkm grosses Gebiet. Empfehlenswert ist zunächst ein Besuch des Museums am Parkeingang von Ischigualasto (präparierte Tiere, Modelle von Gesteinsformationen). Anschliessend kann man sich von Parkwächtern auf einer 50 km langen, atemberaubenden Rundfahrt, die in eine ca. 220 Mio. Jahre zurückliegende Welt führt, herumführen lassen. Man fühlt sich tatsächlich wie in eine Mondlandschaft versetzt: Wind und Wasser haben dem weichen Gestein ihre neuen Formen gegeben, die gipsgrauen Flächen sind dicht mit bunt gestreiften Kegeln, Terrassen und Balkonen aus Gestein durchzogen.
So verdankt das Valle Pintado - das "gemalte Tal" - seinen Namen den Steinsegmenten, die von Kupfersulfat und Eisenoxid gefärbt sind. Da der Wind Formen in den weichen Untergrund gearbeitet hat, ist das Valle de la Luna aber auch ein eigentliches Freilichtmuseum für natürliche Skulpturen, die mit griffigen Namen wie "Aladins Wunderlampe", "Mönch", oder "Unterseeboot" benannt wurden. Auch für Besucher ohne besonderes geologisches Interesse sollte die bizarre Entrücktheit dieses wüstenhaften Steinlabyrinths einen der Höhepunkte einer Argentinienreise darstellen. Auch ist hier der Massentourismus noch nicht sehr weit fortgeschritten.
Die Fortsetzung der märchenhaften Erosionslandschaft liegt im Gebiet des Talampaya Parks in der Provinz La Rioja. Man kann hier mit einem Parkwächter durch einen Canyon fahren, der neben wundersamen Gesteinsformationen auch einige mit tausende Jahre alten Hieroglyphen verzierte Steine enthält. In diesem natürlichen Habitat nisten übrigens auch Wildvögel, die von den Felsen hinuntersegeln (Kondore, Adler usw.) |