|
In den unmittelbar westlich von Córdoba gelegenen Sierras stösst man auf malerische Kurorte, idyllische Seen, rauschende Bäche und hohe Berggipfel. |
Diese grosse Ferienregion wirkt nicht nur vom Klima, sondern auch von der Kultur her sehr mediterran, so dass man sich in Norditalien, Spanien oder Griechenland wähnen könnte - bis auf den fehlenden Meeranteil. Trotzdem kann in diesem Bergland unzählig viele, interessante Dinge tun. Hier die wichtigsten Attraktionen:
Alta Gracia ist eine ruhige, hübsche Kleinstadt ca. 40 km südwestlich von Córdoba. Mit der Estancia Alta Gracia, einem ehemaligen Jesuiten-Bauernhof von 1643, der zeitweilig das Wohnhaus eine spanischen Vizekönigs war, weist sie ein ganz besonders schmuckes Bauwerk auf. In der Umgebung von Córdoba befinden sich übrigens eine ganze Reihe solcher ansehnlicher Estancias. In Alta Gracia verbrachte übrigens auch Che Guevara seine Jugendzeit (Museum in seinem Wohnhaus).
Villa General Belgrano ist 50 km südlich von Alta Gracia gelegen. Die "Hauptstadt des Bieres" gibt sich schon auf dem mit einem Schuhplattler-Trachtenpärchen verzierten Ausfahrtsschild in deutscher Sprache zu erkennen. Der idyllische Urlaubsort wurde anfangs der 1930er Jahre von deutschen Kolonisten errichtet, und offenbar sollen sich hier auch Überlebende der "Graf Spee", eines 1939 vor Montevideo gesunkenen deutschen Kriegsschiffs, niedergelassen haben. Inmitten der Nadelwälder trifft man auf Gebäude im bayrischen Hüttenstil und kann im jeweils im Oktober stattfindenden Oktoberfest (Fiesta de la Cerveza) besonders viel Spass haben. Der Kurort ist aber nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine gastronomische "Anomalie" (Gulasch, Schwarzwäldertorte usw.)
La Cumbrecita: Sehr hübsches, ruhiges Chaletdörfchen in den Pinienwäldern um Villa General Belgrano an den Fuss des höchsten Berges der Sierras gedrängt (Cherro Champaquí, 2800 m). Trekking-Touren in die nähere Umgebung und auf einige Berggipfel.
Camino de la Punilla: Im Nordwesten von Córdoba und nördlich des San-Roque-Stausees (imposante Staumauer in einer Schlucht) verbindet diese Strasse mehrere Ausflugsorte im Punillatal. Durch dichte Wälder erreicht man zuerst das erholsame Cosquín mit seiner trockenen, reizarmen Luft, wo auch seit 1961 jeden Januar ein mehrwtägiges Folklorefestival stattfindet. Von hier aus kann man auch einen Ausflug auf den Pan de Azúcar (Zuckerhut) machen - sehr schöne Aussicht über die Pampas! - oder im Fluss baden.
Es folgt das mitteleuropäisch aussehende Touristenzentrum La Falda inmitten von ausgedehnten Wäldern. Der nächste Ort in schöner Lage ist La Cumbre, das mit Spielkasino und Golfplatz sehr exklusiv wirkt. Auch hier kann man schöne Wanderungen in die Natur unternehmen oder auf Pferden durch die Landschaft reiten (z.B. zum Stausee San Jerónimo). La Cumbre ist auch ein idealer Ort zum Gleitschirmfliegen (Paragliding-Weltcup 1999) und für Mountainbiking. Noch weiter im Norden liegt das idyllische Capilla del Monte, das ebenfalls in einer besonders reizvollen Landschaft liegt. Von hier aus kann man z.B. einen Ausflug nach La Toma machen, das unter Quebrachobäumen in einer üppig grünen Gegend mit Wasserfällen liegt (Campingplatz). Man kann aber auch den Cerro Uritorco (ca. 2000m) besteigen, wo offenbar schon viele UFOs gesichtet wurden, oder in den gesundheitsfördernden Mineralwasserquellen baden.
Überquerung der Altas Cumbres: Spektakuläre Fahrt von Córdoba Richtung Südwesten über die baumlose Hochebene der Altas Cumbres (ca. 2000m ü. M.), wo man sich auf einem Alpenpass wähnt. Anschlieesnd geht die Fahrt steil hinunter zum idyllischen Luftkurort Mina Clavero. Hier kann man u.a. schwimmen, wandern oder das seltsame Museo Rocsen besuchen (11 000 Artefakte von peruanischen Mumien bis antiken Motorrädern...) Am Weg befindet sich auch der Nationalpark Quebrada del Condorito, der inmitten einer felsigen, schluchtartigen Gegend einen bekannten Nistplatz der Kondore und "Lernflugplatz" ihrer Babys schützt. |
|