|
Die Argentinier gehen gerne zum Essen aus, und dementsprechend reichhaltig ist das Angebot an Restaurants. Überall in Argentinien gibt es Restaurants, die für jeden Geschmack und Geldbeutel das richtige Essen anbieten. Auch die Qualität des Essens ist durchaus akzeptabel. Eine Auswahl zwischen einfachen, aber sauberen Lokalen, guten Mittelklasserestarants mit weisser Tischdecke, bis hin zu sehr anspruchsvollen Luxusrestaurants findet man in allen grösseren Städten und Touristenzentren. Während man im Norden in jeder Siedlung mindestens ein Restaurant findet, nimmt die Anzahl gegen Süden hin allerdings aufgrund der längeren Transportwege etwas ab. Die Gastronomie orientiert sich neben der traditionellen Gaucho-Küche vor allem an der Küche der zahlreichen Einwanderergruppen (v.a. italienisch, ferner spanisch, deutsch, französisch, chinesisch, jüdisch, arabisch), ist aber auch regional ausgeprägt. Im Nordwesten und Nordosten des Landes kommen zudem indianische Einflüsse hinzu.
Hauptessenszeit ist üblicherweise zwischen 12 h 30 - 14 h 30 (Mittagessen) und ab 21 h (Abendessen). Es ist aber in Argentinien generell zu jeder Zeit möglich Hunger und Durst zu stillen. Denn auch in den unzähligen Cafés, Kiosken, Schnellimbissen, Läden oder Einkaufszentren kann man - oft zu jeder Tages- und Nachtzeit - etwas zu essen und trinken kaufen.
Legendär sind natürlich die Qualität und Quantität der Fleischportionen, die zu einem durchschnittlichen Mahl aufgetischt werden, auch wenn sich in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Diversifizierung der Ernährungsgewohnheiten der Argentinier bemerkbar gemacht hat. Auch Argentinien wurde mittlerweile von der vegetarischen "Welle" erfasst, doch kann man als Vegetarier zumindest auf dem Lande noch immer Hungerkrisen durchmachen! Geradezu karg im europäischen Vergleich wirkt auch das Frühstück mit einem Milchkaffee und pan tostado (Toastbrötchen) oder medialunas (Hörnchen). |