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San Telmo, La Boca, Palermo und Recoleta sind die wohl berühmtesten Stadtviertel von Buenos Aires. Wer genügend Zeit hat, wird aber auch auf eine Menge Sehenswürdigkeiten in anderen Stadtteilen treffen. Das Viertel San Telmo ist eine äusserst reizvolle Mischung aus lauten und leisen Musikkneipen, schummerigen Tanguerias (Tangolokalen), sehr vielen Antiquitätengeschäften und Flohmärkten (Plaza Dorrego, Parque Lezama), ruhigen kopfsteingepflasterten Strassen, Galerien, Museen, Palazzi und neuen feinen Restaurants. Dem "Schmuddelviertel" La Boca wurde seinerzeit von Emigranten aus Genua neues, aber auch ein heute noch sichtbares, sehr armutsbehaftetes Leben eingehaucht. Man kann hier an bunten, phantasievollen verschachtelten Häusern vorbeiziehen oder das Fussballstadion der weltberühmten Boca Juniors besuchen (und auf ein Ticket hoffen, sollten sie dann gegen River Plate spielen).
Recoleta ist der mondänste Stadtteil von Buenos Aires. Hier kann man sehr preiswert in exquisiten Boutiquen einkaufen und in erlesenen Restaurants speisen. Den berühmten Friedhof mit den Mini-Mausoleen kann der Tourist zwar besuchen, doch ist es (glücklicherweise) nur den gut Betuchten vorbehalten, hier die letzte Ruhe zu finden. In Recoleta liess sich ursprünglich die Aristokratie von Buenos Aires nieder, was angesichts der vielen reich geschmückten Bauwerke auch deutlich sichtbar ist. Das Quartier Palermo, das sich an die Recoleta anschliesst, ist mit seinen ruhigen, verkehrsarmen Strassen und seiner architektonischen Schönheit eine reizvolle Abwechslung zur hektischen Innenstadt. Viele alte Wohnhäuser werden hier renoviert. Hier befinden sich grosse Stadtparks mit Freizeitangeboten, die zum Verweilen und Ausspannen einladen. Auch der städtische Zoo und botanische Garten, die sich in Palermo befinden, sind sehenswert.
Natürlich besitzt Buenos Aires auch ein Stadtzentrum, das sog. Microcentro. Es ist nicht nur das eigentliche Vergnügungsviertel, denn hier finden sich auch die grössten Läden, die meisten Büros, Hotels, Banken und staatlichen Institutionen. Sehenswert ist hier v.a. die Casa Rosada, der argentinische Regierungssitz, das Teatro Colón, die Plaza de Mayo und einige Gottesgebäude (Kirchen, Moscheen, Synagogen). Aber auch die mehrere 100m breite Avenida 9 de Julio und ihr Obelisk, die sich in diesem Stadtteil befinden, sind ein berühmtes Kennzeichen von Buenos Aires. In letzter Zeit haben sich ausserdem zwei eigentliche Modequartiere enwickelt, so einerseits das elgante und schicke Belgrano direkt anschliessend an Palermo, sowie das moderne Puerto Madero mit seinen unzähligen Bars und Restaurants im ehemals heruntergekommenen Hafendock von Buenos Aires. Die Quartiere Retiro (Norden) und Constitución (Süden) sind zwar nicht touristisch empfehlenswert, weisen aber als charakteristische Bahnhofsviertel ihr ganz eigenes Flair auf. Hier gibt es eine Menge Kneipen, Strassenstände usw.
Insgesamt gibt es übrigens in Buenos Aires knapp 50 Quartiere, die nach "exotisch" anmutenden Namen von Villa Lugano über Pompeya und Palermo bis hin zu Versailles benannt sind, was auch deutlich die reichhaltige Immigranten Geschichte dieser Metropole wiederspiegelt. |