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Erstellt:19/03/2006
Modifiziert:24/03/2006
 
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Argentinien bis zur Staatsgründung
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Argentinien von 1816 bis zum 1. Weltkrieg
Guerras y convulsiones sacudieron al país durante esta época, la del Siglo XIX y XX.
Argentinien seit dem 1. Weltkrieg
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Kultur
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Guerras y convulsiones sacudieron al país durante esta época, la del Siglo XIX y XX.

Anfangs 19. Jh. musste im Zuge der Napoleonischen Kriege die Hauptstadt Buenos Aires einen Angriff der englischen Flotte erdulden. Die Bewohner der Stadt, die sog. Porteños, schlugen jedoch den Feind in zwei heldenhaften Kämpfen (Reconquista - 1806 - und Defensa - 1807); ein Doppelsieg, der von historischer Tragweite war. Die Kreolen, die der spanischen Krone gegenüber bisher gleichgültig eingestellt waren bzw. sich zuvor den Peruanern ausgeliefert gefühlt hatten, begannen nun ein eigenes Nationalbewusstsein zu entwickeln. Als im fernen Europa der spanische Herrscher gestürzt wurde und seinen Platz an Napoleon abtreten musste, stand das Mutterland nun ohne einen Monarchen da, und im Laufe dieser Ereignisse verloren auch die Vizekönige in Südamerika sehr schnell ihren Einfluss. Am 25. Mai 1810 sagte sich der cabildo (Stadtrat) von Buenos Aires von Spanien los. Mit der Regierung wurde eine Junta beauftragt, später dann ein Triumvirat.

Der Intellektuelle Manuel Belgrano, der wie viele Persönlichkeiten seiner Zeit die ins Land geschmuggelten, revolutionären Werke der französischen Philosophen gelesen hatte, plante in Argentinien die Bildung zu verbessern. Des weiteren verlangte das Wachstum der argentinischen Wirtschaft nach völliger Handelsfreiheit. Überdies hatten die Kreolen genug davon, dass die Spanier sie willkürlich von sämtlichen wichtigen Tätigkeiten im Land fernhielten. So proklamierten am 9. Juli 1816, nach sechs Jahren Bürgerkrieg zwischen royalistischen und revolutionären Truppen, die Revolutionäre in Tucumán die Unabhängigkeit der vereinigten Provinzen des Río de la Plata. Der Anführer dieses waghalsigen Schrittes hiess José de San Martín und gilt seither als eigentlicher Nationalheld Argentiniens, zumal er auch andere südamerikanische Länder befreite.

Die Kriege gegen die Spanier und das damit verbundene gesellschaftliche Chaos (Unitarier gegen Föderalisten in Argentinien) würden sich indessen auf dem ganzen Kontinent noch um einige Jahre fortsetzen. Erst ab 1829, als der reaktionäre Caudillo Juan Manuel de Rosas eine 23 Jahre anhaltende Gewaltherrschaft antrat, konnte der argentinische Einheitsstaat definitiv durchgesetzt werden. So gab sich Argentinien 1853 eine neue Verfassung und konnte sich von nun an als Republik bezeichnen.

Auf dem "Papier" existierte der Staat nun also, doch waren zuwenig Bürger vorhanden. Die riesigen Gebiete waren fast menschenleer und es fehlte allenthalben an qualifizierten Arbeitskräften, weshalb beschlossen wurde, die Immigration für Europäer freizugegeben. Allerdings musste sich die lokale Wirtschaft dazu auch besser der europäischen anpassen. Die starke Industrialisierung in Europa und die damit verbundenen neuen oder verbesserten Transportwege verhalfen einem gesteigerten Import von Lebensmitteln aus Übersee (insb. Weizen und Fleisch aus England, das damals grossen Einfluss in Argentinien gewann).

1879 gab General Julio A. Roca, der während der Jahrzehnte des argentinischen Wirtschaftsbooms als eigentliche "graue Eminenz" Argentiniens die Fäden der Macht in Händen hielt, 375 000 qkm der Pampas für wirtschaftliche Zwecke frei. So entwickelte sich das Land zum weltweit grössten Fleisch-, Getreide- und Woll-Exporteur und wuchs weiter in Richtung Süden und Westen. Schon kurze Zeit später waren alle fruchtbaren Gebiete in festen Händen einiger weniger Privilegierter, welche die wirtschaftliche und politische Macht unter sich aufteilten.

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